Obermichelbacher Welt Spiegel
-Satirische Online Zeitung für Obermichelbach und den Rest der Welt. Parteipolitisch befangen, subjektiv, politisch unkorrekt.
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Dorf und Welt 
Dorf und Welt • FeuilletonGastbeiträge sind willkommen. Bitte per email an: redaktion@obermichelbacher-weltspiegel.de

Freitag, 05. Dezember 2008, Frankreich klotzt, Deutschland kotzt
Donnerstag, 04. Dezember 2008, Bankenkrise

 

"Auf die dunkle Nacht folgt das Licht der Dämmerung." Aus OKULATUM, Das Buch der Einsichten von Butler Yates

Freitag, 5. Dezember 2008
Frankreich klotzt mit Konjunkturprogramm
Und wir sind die größten Nettozahler.


Warum schreitet bei uns die Verarmung der Bevölkerung voran? Warum kann jemand der in Vollzeit arbeitet nicht mehr von seinem Einkommen Leben? Warum muss unsere Regierung immer gleich hier schreien, wenn international gebettelt wird? Warum werden Beamte und Funktionäre nicht zur Rechenschaft gezogen, wenn der Bund der Steuerzahler und der Bundesrechnungshof, die Veruntreuung von

 

öffentlichen Geldern publiziert? Warum brauchen wir ein eigenes Satellitensystem, wo wir doch de facto ein amerikanischer Bundesstaat sind? Warum müssen Milliarden für Jagdflieger ausgegeben werden? Wer greift uns an? Wer führt unsere Regierungen? Wenn wir darauf Antworten gefunden haben und reagieren können, sind wir auch wieder in der Lage zu klotzen. Im Augenblick können wir nur kotzen.



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"Horche auf das, was du nicht zu hören wünschst." Aus OKULATUM, Das Buch der Einsichten von Butler Yates

Donnerstag, 4. Dezember 2008
Deutschlands Bankenkrise
Vertrauen, Brot und Spiele


Der Staat gibt den Banken Millardenbürgschaften, obwohl er selbst Schulden im, hohen zweistelligen, Milliardenbereich hat. Wie will der Bürge die Gläubiger befriedigen, wenn er in Anspruch genommen werden sollte? Ach so, die faule Bonität stützt sich auf Vertrauen, Vertrauen in diesen Staat? Nun, hier ist nicht das Vertrauen der Bürger gefragt, sondern deren Leidensfähigkeit, will sagen Abgabenbelastbarkeit. Damit haben die Banken auch wieder gegenseitiges Vertrauen in sich selbst!

Früher war das einfacher zu durchschauen. Wenn ein dekadenter Landesherr über seine Verhältnisse lebte, nahmen die Steuereintreiber den Bauern auch das Letzte weg, was sie selbst zum Leben benötigt hätten. Von wegen Zehent! Wenn

 

Bares knapp wurde, überfiel man einen Nachbarn oder fahrende Kaufleute. Das war eine solide, wenn auch unmoralische, Refinanzierung. Bevor sie krepierten, zogen die Bauern hinauf zu den Burgen und erschlugen den Ausbeuter oder wurden von dessen Soldaten erschlagen.

Unsere zeitgenössichen Landesfürsten sind cleverer. Sie schütten über dem Volk gerade soviel Minimal-Stütze aus, dass es sich kaum lohnt zu arbeiten und noch weniger lohnt seinen Kopf für einen Aufstand hin zu halten. Das Geld dafür kommt von den Banken, welche ja Vertrauen in den Staat haben. Die Zinsen bezahlt der Staat durch Neuverschuldung bei den Banken. Erschlagen werden wir nur von Hiobsbotschaften. Stimmt nicht? Möglich, wer schaut da noch durch?


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